Kurzbiographie
Komposition
Gerhard Stäbler (*1949) zählt zu den profiliertesten Komponisten seiner Generation. Eine kontinuierliche Reihe von Kompositionsaufträgen (darunter Wittener Tage für neue Kammermusik, Donaueschinger Musiktage, Musica Viva des Bayerischen Rundfunks, Festival Mouvement des Saarländischen Rundfunks, WDR Köln und Kunststiftung NRW) und wiederholte Einladungen als Composer-in Residence (z.B. Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg, Sonic Fusion Festival Edinburgh, Borealis Festival Norwegen, Dias de musica electroacustica Portugal, Istanbuler Künstlerresidenz GALATA der Kunststiftung NRW) dokumentieren Gerhard Stäblers Einfluss und Bedeutung in der zeitgenössischen Musikszene. Zum 70. Geburtstag des Komponisten fanden große Portraitkonzerte in Seoul, Busan, Stuttgart, Köln und Duisburg statt. 2024 erhielt Stäbler den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Komposition Percussion“.
Uraufführungen des Jahres 2026 umfassen das Streichquartett WIDERSCHEIN beim Festival OPENING in Trier mit dem Luna Quartett Amsterdam sowie mehrere Vokalkompositionen für das Dresdner Ensemble AuditivVokal. Nach der erfolgreichen Premiere des PROLOG für Ensemble (aus: SALZ) in Hallstatt im Rahmen der Kulturhauptstadt 2024/Salzkammergut wird die abendfüllende Oper SALZ (nach Peter Handkes Erzählung Kali) im Herbst 2027 am Landestheater Linz (Österreich) uraufgeführt und in Folgeaufführungen in Bozen und Trient (Italien) präsentiert werden.
EarPort Duisburg und internationale Tätigkeit
Von 2000 bis 2010 etablierte Gerhard Stäbler mit seinem Partner Kunsu Shim auf Einladung des Lehmbruck Museums in Duisburg das Zentrum für zeitgenössische Musik EarPort, wo die beiden Komponisten ihr originäres Konzept der PerformanceMusik und PerformanceKonzerte weiterentwickelten. In diesem Rahmen tritt Stäbler immer wieder auch als Performer und Rezitator in Erscheinung. 2015 konnte der EarPort als Ort experimenteller Begegnung zwischen den Künsten wiedereröffnet werden. Seitdem realisieren Shim und Stäbler zahlreiche Konzepte in nachhaltiger Kooperation mit Partnern aus der Region wie Kunsthalle Düsseldorf, K20 Düsseldorf (Kunstsammlung NRW), NRW-Forum Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Schloss Benrath, DIE GROSSE Kunstausstellung NRW (Kunstpalast Düsseldorf), Muziek Biennale Niederrhein, Schlosstheater Moers, Essener Forum für Kunst und Architektur, Philharmonie Essen und Musikbibliothek Essen, aber auch deutschlandweit wie etwa der Diözese Würzburg und dem OPENING Festival Trier.
Portraitkonzerte, Performances, Gastvorlesungen und Workshops führen Stäbler und Shim in viele Länder Europas, nach Australien, Nord- und Südamerika, Israel, Japan und Korea. Zu den internationalen Partnern zählen Partner wie Bergen Festival, Borealis Festival, LONDON EAR Festival, MusikTheaterLabor der Bruckner Privatuniversität Linz, University of North Texas (Denton), Ragdale Foundation, Chicago University, DePaul und Northwestern University, Universität der Kunst (EUM) in Montevideo/Uruguay, Conservatorium van Amsterdam u.v.a. In den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 setzten sie zahlreiche große Projekte wie z.B. TIEFEN·SCHÄRFE im Rahmen der Muziek Biennale Niederrhein oder die Konzertserie Quadrophonien in Zusammenarbeit mit Komponisten und Komponistinnen aus der Ukraine, Großbritannien, den Niederlanden und Südkorea digital um. Aus dem Aufenthalt als Artists-in-Residence an der Künstlerresidenz GALATA der Kunststiftung NRW in Istanbul 2022/23 haben sich enge künstlerische Beziehungen zum Museum ARTER, zu mehreren Istanbuler Universitäten und zum renommierten HEZARFEN Ensemble entwickelt. Eine kontinuierliche Arbeitsbeziehung verbindet Shim und Stäbler zudem mit dem Ensemble Grupo de Música Contemporânea de Lisboa.
2026 waren Stäbler und Shim erneut beim Klangkunstfestival OPENING Trier mit Uraufführungen vertreten und erarbeiteten mit dem Dresdener Ensemble AuditivVokal ein mehrteiliges WandelKonzert in Kooperation mit Kunsthalle und Malkasten Düsseldorf. Die beiden Komponisten setzen im Herbst 2026 ihre Zusammenarbeit mit dem HEZARFEN Ensemble sowie türkischen Komponisten in Duisburg und Istanbul (ARTER Museum, MIAM/Technische Universität und dem Konservatorium der Bahçeşehir Universität) fort.
2025 wurde der Vorlass von Stäbler und Shim – mit Kompositionen und einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten – dem Rheinischen Musikarchiv unter der Ägide des Heinrich-Heine-Instituts Düsseldorf angegliedert.
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